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Facebook fanpage datenschutz Muster

Dem Europäischen Gerichtshof liegt nun ein Fall vor, bei dem es um die Frage geht, wer bei möglichen Verstößen gegen den Datenschutz haften muss, wenn dieser in Zusammenhang mit einer Facebook Fanpage steht. Dem Betreiber einer Facebook Fanpage wurden im Ausgangssachverhalt datenschutzrechtliche Verfehlungen vorgeworfen, was eine behördliche Anordnung zur Deaktivierung der Facebook Fanpage nach sich zog. Der Betreiber wehrte sich dagegen und zog als Beschwerdeführer bis zum Bundesverwaltungsgericht. Dieses legte den Fall dem EuGH vor und bat um Klärung. In seinem Urteil vom 5. Juni 2018 stellte der EuGH fest, dass Facebook-Fanpages in der bisherigen Gestaltung nicht datenschutzkonform sind. Wegen des Trackings von Fans mittels der Funktion „Insights“ sah das Gericht eine gemeinsame datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit in dem Verhältnis zwischen Fanpagebetreiber und Facebook. Deshalb sind die Voraussetzungen des neuen Art. 26 DSGVO (EU-Datenschutz-Grundverordnung) von beiden Parteien zu erfüllen. Es gibt zudem hier auf die Nachfrage nach einem ADV-Template die Antwort von Facebooks Support , dass der Abschluss nicht notwendig sei: www.e-recht24.de/artikel/datenschutz/10580-auftragsdatenverarbeitung-adv-datenschutz.html Dann ist es datenschutzrechtlich aber auch nur konsequent, dass Unternehmen für diese “Werbemaßnahmen” auch in der Verantwortung stehen. Für Ihre tägliche Arbeit als Betreiber einer Facebook Fanpage kann das Urteil – abhängig von dem konkreten Richterspruch – nachhaltige Wirkung zeigen.

Wird sich das höchste europäische Gericht auf den Standpunkt stellen, dass ein Verstoß von Facebook gegen den Datenschutz dem Betreiber der Fanpage anzurechnen ist? Dann wäre weiterhin offen, wie Betreiber sich künftig auf diese Haftung einstellen sollen. Faktisch würde ein derartiges Urteil bedeuten, dass Betreibern die Nichteinhaltung von datenschutzrechtlichen Vorschriften zugerechnet werden kann – und zwar auch dann, wenn sie selbst diese Daten weder sammeln noch auswerten. Diese Daten werden statistisch ausgewertet und uns ohne jeden Personenbezug mit der „Facebook Insights“-Funktion zur Verfügung gestellt. Diese Funktion ist nicht deaktivierbar. Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.facebook.com/business/a/page/page-insights. Wir nutzen die Statistiken zur Verbesserung und Optimierung unserer Beiträge, Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs.1 lit. f DSGVO.

Aufgrund des EuGH-Urteils C-210/16 liegt dadurch eine gemeinsame Verarbeitung personenbezogener Daten nach Art. 26 DSGVO vor. Diese erfolgt auf Grundlage einer Vereinbarung, die Facebook hier veröffentlicht hat. Sie haben die Möglichkeit, unsere Facebook-Seite zu besuchen, ohne Registrierung oder Anmeldung. Die Nutzung von Facebook erfolgt freiwillig und in Ihrer eigenen Verantwortung. Der EuGH muss jetzt über die Frage entscheiden, ob – und vor allem wie weit – die Betreiber von Facebook Fanpages in die Haftung genommen werden können. Von Relevanz ist dabei primär der Verstoß gegen datenschutzrechtliche Vorschriften, der durch die Plattform hinter der Fanpage verursacht wird. Im Fokus stehen ganz eindeutig personenbezogene Daten, die von Datenschützern grundsätzlich als besonders sensibel und unbedingt schützenswert eingestuft werden – Facebook nutzt diese, um sie für Werbezwecke zu sammeln und für die Seitenstatistik auszuwerten. Ihre Betroffenenrechte (Art. 12 ff DSGVO; Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung und Datenübertragbarkeit Ihrer gespeicherten Daten) können Sie gem. der Vereinbarung nach Art.

26 DSGVO gegenüber Facebook ausüben, da dieses über Ihre personenbezogenen Daten verfügt. Sollten Sie Fragen oder Anliegen zum Datenschutz bei der Evangelischen Kirche haben, finden Sie mehr Informationen zum Umgang mit personenbezogenen Daten durch uns unter www.okr-evang.at/datenschutz/.